St. Marien - Braunschweig, Querum

St. Marien - Braunschweig, Querum

Die St. Marien-Kirche in Braunschweig-Querum wurde am 8. Dezember 1963 geweiht und ersetzte den baufällig gewordenen Vorgängerbau, einen umgebauten Kornspeicher und Tanzsaal.

Bedingt durch das begrenzte Baugelände und seine Anordnung zur Straße hin war es nicht möglich, die neue Kirche traditionsgemäß in Ost-West-Richtung anzuordnen, deshalb zeigt der Altarraum nach Norden. Das Gebäude in Form eines Schiffsrumpfes ist an der Südspitze 20 Meter hoch und fällt zur Nordseite hin auf 9 Meter ab.

Innenraum

Der Innenraum der St. Marien-Kirche ist für ca. 500 Gottesdienstbesucher ausgelegt.Durch die symmetrische Form des fassenden Raumes wird der Blick des Betrachters auf den Altar hin zentriert. Das Bild auf der Altarwand - 1994 fertiggestellt und wie sein Vorgänger ein Werk des renommierten Braunschweiger Künstlers Claus Kilian - zeigt Maria, die Patronin unserer Kirche, mit dem Heiligen Geist erfüllt.

Tabernakel

Planung und Bau der Kirche fielen in die Zeit des II. Vatikanischen Konzils, was sich in einigen architektonischen Details zeigt: Der Tabernakel musste damals noch auf dem Altar platziert werden. Damit der Priester dennoch die Messe mit Blick zur Gemeinde feiern konnte, musste der Tabernakel sehr flach gestaltet werden, so dass der Pfarrer über ihn hinwegsehen konnte. Erst später erhielt der Tabernakel - als Ergebnis des Konzils - seinen jetzigen Standort rechts vom Altar.

Das Taufbecken

Das Taufbecken steht unter der Empore, sein Deckel zeigt die Symbole der Dreifaltigkeit: Die Hand für Gott Vater, den Fisch für Christus und die Taube für den Heiligen Geist.

Die Romanische Madonna

Ein besonderes Kleinod befindet sich in der Anbetungskappelle unterhalb des Glockenturms: Eine romanische Madonna, im 13. Jahrhundert in Spanien entstanden.

Die Reliefs in der Emporenbrüstung

Die sechs Reliefs in der Emporenbrüstung zeigen Szenen aus dem Leben Mariens:

  • Die Verkündigung
  • Die Geburt Jesu
  • Die Anbetung durch die drei Könige
  • Die Flucht vor Herodes
  • Der 12-jährige Jesus lehrt im Tempel
  • Erstes Wunder bei Hochzeit zu Kanaa

Die Glocken

Das Geläut der St. Marien-Kirche besteht aus 4 Glocken:

Glocke 1 (Ton f')
Glocke 2 (Ton g')
Glocke 3 (Ton a')
Glocke 4 (Ton f")

Die Glocken wurden von einem (auf eigenen Wunsch anonym gebliebenen Spender) gestiftet und erklangen erstmals zur Christmette 1963.

Zu den Gottesdiensten an Sonn- und Festtagen läuten die Glocken 1 bis 3, an Werktagen die Glocken 2 und 3. Glocke 4 ist die Sterbeglocke.

Die Große Orgel der St. Marien-Kirche

Die Große Orgel der St.-Marien-Kirche wurde - wie viele Orgeln zu dieser Zeit - in Etappen gebaut. Der erste Bauabschnitt, erbaut von der Orgelbaufirma Hillebrand aus Altwarmbüchen, bestand aus insgesamt 15 Registern in Hauptwerk, Oberwerk und Pedal, und wurde am 14. Januar 1968 eingeweiht.

Danach wurde die Orgel in mehreren Etappen erweitert, zunächst durch Orgelbau Hillebrand, später durch Orgelbau Siegfried Bürger aus Braunschweig-Querum und zuletzt durch Armin Schreiber aus Burgdorf. Die Orgel verfügt nun über 34 Register auf 3 Manualen und Pedal:

I. Hauptwerk
Quintade 16'
Prästant 8'
Gemshorn 8'
Oktave 4'
Rohrflöte 4'
Quinte 2 3/3'
Oktave 2'
Terz 1 3/5' 
Mixtur 4-6f.
Trompete 8
Tremulant

II. Oberwerk
Rohrflöte 8'
Salicional 8' 
Quintade 8'
Prästant 4'
Koppelflöte 4'
Waldflöte 2'
Quinte 1 1/3'
Scharf 3f.
Krummhorn 8'
Tremulant

III. Brustwerk
Gedackt 8'
Nachthorn 4'
Principal 2'
Flageolett 1'
Quintzimbel 2f.
Regal 8'
Tremulant

Pedal
Kupferprincipal 16'
Untersatz 16'
Oktavbass 8'
Pommer 8'
Choralbass 4'
Nachthorn 2'
Mixtur 4f.
Posaune 16'
Trompete 8'

Die Spieltraktur ist mechanisch, die Registertraktur elektrisch. 2002 wurde ein Setzer mit 4000 Kombinationen nachgerüstet.

Insgesamt hat die Orgel 2320 Pfeifen, die größte ist 5,83 m lang, die kleinste hat in etwa die Größe eines Bleistifts. Die Orgel ist 9,90 m hoch, 5,40 m breit und 3,50 m tief.

Spielen Sie Klavier und möchten evtl. Orgel spielen lernen? Dafür gibt es in der Region Braunschweig diverse Unterrichtsangebote. Nähere Informationen erhalten Sie bei Andreas Kling, Tel. 0531-2371712.

Die Chororgel der St. Marien-Kirche

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse ist es nicht möglich, auf der Empore einen Chor sinnvoll unterzubringen. Deshalb steht der Kirchenchor St. Marien bei seinen Auftritten immer vorne rechts, direkt unterhalb des Altarraumes.

Diese Aufstellung macht das Zusammenspiel mit der Großen Orgel schwierig, so dass schon bald der Wunsch nach einer Chororgel als Begleitinstrument aufkam. Aus Kostengründen war dies jedoch nicht realisierbar.

Im Mai 2002 kam uns dann der Zufall zu Hilfe: In der romanischen St. Nikolai-Kirche in Braunschweig-Melverode wurde eine Orgel ausgemustert, die für unsere Zwecke gerade richtig war - dort war man der Meinung, mit einer elektronischen Orgel besser bedient zu sein. Von der St. Nikolai-Kirche kam die Orgel zu einer Privatperson, die uns das Instrument dann als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat.

Erbaut 1963 von Orgelbau Hillebrand aus Altwarmbüchen (wie die Große Orgel), verfügt sie über 6 Register auf einem Manual und Pedal:

Manual:
Gedackt 8'*
Principal 4'*
Waldflöte 2'*
Sesquialiter 2f.*
Mixtur 3f.
 
Pedal:
Rankett 16'
 

Spiel- und Registertraktur sind mechanisch, die mit * gekennzeichneten Register haben geteilte Schleifen (Bass/Diskant). Die Orgel steht auf einem eigens gebauten Rollenpodest und kann damit an fast jedem Platz innerhalb der Kirche eingesetzt werden.

Spielen Sie Klavier und möchten evtl. Orgel spielen lernen? Dafür gibt es in der Region Braunschweig diverse Unterrichtsangebote. Nähere Informationen erhalten Sie bei Andreas Kling, Tel. 0531-2371712.

 

 

Kirche St. Marien

Pfeil Zurück zu Gemeinde