Das Altarbild

Das Altarbild

wurde von Diakon Claus Kilian entworfen und eigenhändig im Jahre 1994 angebracht. Das Material des Bildes besteht aus Steinen, die aus vielen Gegenden Europas zusammengetragen wurden. Der Fels, aus dem Berg gebrochen, birgt Minerale, die Struktur und Farbe des Materials bestimmen. Die unterschiedlichen Formate der Steine wurden bewusst reliefartig zusammengesetzt und die Zwischenräume blieben unverfugt.

Wir Menschen sind natürlich bestrebt, einem Bild einen Namen zu geben. Da beginnt schon die Schwierigkeit: . . . es sieht aus wie . . .

Bereits in dieser Namensfindung begibt sich der Betrachter in einen eigenen, schöpferischen Prozess. Darum wurde diesem Bild kein Name gegeben. Es soll offen sein und Wege erschließen, damit der Betrachter selbst den Weg zu seiner eigenen Mitte findet. Dieses Bild bietet in seiner Offenheit Raum für jede Deutung.

Innerhalb des Wandbildes gibt es viele Darstellungen und die doppelte Wirkung des Bildes besteht einfach darin, dass es den Betrachter einfängt, um ihn zu sich selbst zu führen und darüber hinaus zum Geschehen am Gottesdienst. 

Als Bestandteil unserer St. Marien-Kirche soll dieses Bild auch zu einer Glaubensaussage der Gemeinde werden.

Wie Maria, vom Heiligen Geist erfüllt, zur Mutter Jesu Christi wurde, so wurde sie in der Geschichte der Kirche zur Hoffnungsträgerin aller Christen. Die "Kleine Gemeinschaft" wird zum Leitbild unserer Gemeinde.

Wenn wir uns zum Gottesdienst zusammenfinden erfahren wir die Geborgenheit dieser kleinen Gemeinschaft. Dies gibt uns die Kraft, die wir brauchen, um dann wieder in der Welt zu bestehen.